Trauer um Rita Süssmuth
Mit großer Trauer haben wir, die KG Regenbogen, vom Tode Rita Süssmuths erfahren. Für uns und die queere Community war sie eine echte "Superheldin der Vielfalt". Daher ehren wir sie auch mit ihrem Konterfei auf unserem aktuellen Sessionsorden.
Gerne hätten wir ihr diesen noch in der laufenden Session persönlich überreicht. Ihr gesundheitlicher Zustand ließ dies leider nicht mehr zu. Über ihr Büro ließ sie uns noch im Januar mitteilen, dass sie unser Orden sehr gerührt habe.
Wir werden sie und ihr außerordentliches Engagement in unseren Herzen und auch in unserem Engagement für Vielfalt weitertragen - im Karneval und weit darüber hinaus.
Prof. Dr. Rita Süssmuth, geboren 1937 in Wuppertal, verstorben am 1. Februar 2026 in Neuss, hat sich in ihrem politischen Wirken als engagierte Fürsprecherin der queeren Community hervorgetan. Als Bundesgesundheitsministerin von 1985 bis 1988 setzte sie im Kampf gegen HIV/AIDS auf Aufklärung statt Ausgrenzung – ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der die Krankheit stark stigmatisiert wurde, besonders unter schwulen Männern.
Rita Süssmuth förderte Prävention, unterstützte Betroffene und widersprach entschieden diskriminierenden Forderungen nach Isolierung von Infizierten. Gleichzeitig setzte sich die langjährige CDU-Politikerin für rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz queerer Menschen ein – auch gegen Widerstände in ihrer eigenen Partei. Mit ihrer empathischen und zugleich sachorientierten Haltung wurde die ehemalige Bundestagspräsidentin zu einer wichtigen Verbündeten im Einsatz für Menschenwürde, Vielfalt und eine inklusive Gesundheitspolitik. Sie war seit 2006 Ehrenvorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung.